Matcha Tee Zubereitung

Die Zubereitung von Matcha ist eine Wissenschaft für sich. Hier erfährst Du genau, wie es geht & wie Du ihn alternativ kalt & ohne Besen zubereiten kannst.

Für die traditionelle Zubereitung des Matcha Tees empfehlen wir besonders edlen Bio Matcha Tee aus Japan zu verwenden.

Für die traditionelle Zubereitung wird nur heißes Wasser und das Matcha Pulver, sowie die nötigen Utensilien, wie Schüssel, Bambusbesen und Bambuslöffel benötigt. Zucker oder andere Zusätze werden bei der traditionellen Zubereitung niemals verwendet!

Das Matcha Pulver wird mit einem speziellen Bambuslöffel, dem sogenannten Chashaku, in eine vorgewärmte Teeschale gegeben. Je nach Geschmack nimmt man ein bis zwei Bambuslöffel, was in der Regel 1-2 Gramm Matcha Pulver entspricht.

Anfänger beginnen meist mit einem halben bis einen Bambuslöffel - damit ist der Geschmack nicht zu intensiv. Ein perfektes Ergebnis erzielt man mit einem Teesieb. So wird das Matcha Pulver schön fein und der nächste Schritt gelingt besser.

Am besten rührt man das Pulver nur mit ganz wenig kaltem Wasser an. So kann man es mit dem Chasen (Bambusbesen) am besten glatt rühren - ganz ohne Klumpen! Sobald das Pulver zu einer einheitlichen Masse gerührt ist - nach ungefähr 2 Minuten - geht’s weiter.

Matcha kaltes wasser

Matcha Chasen

kluempchen im Matcha

Matcha ohne kluempchen

Anschließend kann man das heiße Wasser auf den Bio Matcha gießen. Man sollte darauf achten, dass das Teewasser vor dem Aufguss auf ca 50 – 70° C heruntergekühlt ist, denn nur so bleiben möglichst viele der gesundheitsfördernden Stoffe des Tees wirksam. Außerdem kann Grüntee verbrennen und sehr bitter schmecken, wenn das Wasser zu heiß ist. Und woran erkennt man das? Sobald sich kleine Bläschen am Boden des Wasserkochers abbilden, ist die perfekte Temperatur erreicht! Idealerweise gießt man 80 - 100 ml Wasser auf das Matcha Pulver - Im Schnitt sollte man 1 g Teepulver pro 100 ml Wasser verwenden. Das Verhältnis ist natürlich abhängig von jedermanns Geschmack!

Nachdem das Teewasser aufgegossen wurde, rührt man mit dem Chasen solange, bis alles gleichmäßig verteilt ist. Achten Sie besonders darauf, nicht kreisförmig sondern in W-Form zu rühren. Echte Matchatee-Meister aus Japan schaffen es sogar, den Grüntee so anzurühren, dass der Chasen beim Rühren nicht einmal die Tasse berührt.

Wasser 70c

Matcha aufgießen

Matcha aufschlagen

Matcha aufgeschlagen

Aber keine Sorge, das ist nicht schlimm - Übung macht den Meister. Der Chasen sorgt dafür, dass sich das Pulver durch die Hin- & Her-Bewegungen auflöst. Bevor man den Besen zum Einsatz bringt, sollte man die feinen Bambus-Zinken kurz in heißes Wasser tauchen. So sichert man die Langlebigkeit des Chasen. Hier findest Du weitere Tipps zur Chasen-Pflege!

Durch das viele Rühren, entstehen im Schaum relativ große Blasen. Diese werden aber schnell zerschlagen und einer ästhetischen und gleichmäßigen Schaum-Oberfläche steht nichts mehr im Wege. Genießen Sie Ihren einzigartigen Matcha Tee, ganz nach “ihrer Art”!

Die Teezeremonie

Japanische Teezeremonie Das Ritual hat seinen Ursprung in der Zen-Philosophie, welche ihre Bedeutung im „Zustand meditativer Versenkung“ wieder findet. Beim Teeritual wird der Tee in hochwertigem Porzellan zusammen mit leichten Speisen in einem schlicht eingerichteten Teehaus serviert. Eine Zeremonie soll den Gästen dabei helfen, sich beim Zusammenkommen auf das Wesentliche konzentrieren zu können. Außerdem soll der Gast die Möglichkeit haben, in sich selbst zu gehen, sich zu besinnen und zu reinigen.

Der Ablauf einer japanischen Teezeremonie

Ein Teeritual in Japan dauert in der Regel mehrere Stunden. Es geht hierbei um viel mehr, als nur ums Grüntee trinken. So ist alles aufeinander abgestimmt, die Umgebung genauso wie die Einrichtung. Die einzelnen Schritte sind genauestens vorgeschrieben und werden seit mehr als 1.000 Jahren von der japanischen Kultur zelebriert. Die Vor- und Nachbereitungen können dabei manchmal variieren. Die Teezeremonie wird von einem Teemeister geleitet. Dieser hat sich zum Ziel gesetzt, den Gast auf seinen Teeweg (Chado) zu führen und ihn zum Teemenschen (Chajin) zu machen.

Zu Beginn einer japanischen Teezeremonie treffen die Gäste, maximal 5 Personen, im Garten des Teehauses ein. Diese erste Stufe soll die Erleuchtung darstellen und die Loslösung aus dem Alltag. Beim Empfang im Teehaus muss der Gast zunächst seine Hände und seinen Mund waschen. Danach dürfen die Gäste das Teehaus betreten und sitzen für gewöhnlich im Schneidersitz auf dem Boden. Damit zeigt man Respekt und lässt gleichzeitig alle gesellschaftlichen Unterschiede zurück.

Nachdem der Teemeister fünf mal den Gong geläutet hat, ist es den Gästen erlaubt den eigens für Sie dekorierten Teeraum zu betreten. Nun beginnt das Spektakel: Der Teemeister poliert das Geschirr mit einem Seidentuch und kocht Wasser an einer Feuerstelle über dem Boden auf. Bei den meisten Zeremonien wird Matchatee verwendet. Der Teemeister rührt nun das Teepulver mit einem Chasen (Bambusbesen) an und reicht es dem ersten Gast. Mit einem schmackhaften (hörbaren!) Schlürfen, nimmt dieser die Schale an. Der Gast soll sich nun frei fühlen, und auf sich selbst konzentrieren. Von dort aus wandert die Schale von Gast zu Gast – Während der Zeremonie bekommt der Matchatee viele Komplimente und es werden philosophische Gespräche geführt. Den Gästen werden nun auch in mehreren Gängen leichte Speisen serviert: Reis, Suppen und Sake (Reiswein) gehört zu den traditionellen Spezialitäten.

Das Ziel der japanischen Teezeremonie

Im Allgemeinen soll die Teezeremonie dazu dienen, das Bewusstsein und tägliche Verhalten des Menschen positiv zu beeinflussen. Ziel ist es, dass der sog. Teemensch sich selbst zurücknimmt und die vier japanischen Prinzipien verinnerlicht. Hierbei handelt es sich um Harmonie, Respekt, Reinheit und Stille. Je öfter man eine Teezeremonie wiederholt, desto mehr verinnerlicht man die Prinzipien.

Teezeremonien für den Alltag

Selbst wenn man kein eigenes japanisches Teehaus besitzt oder in der näheren Umgebung keines findet, kann man eine japanische Teezeremonie auch in abgespeckter Version genießen. Gönnen Sie sich ruhige und entspannte Momente mit Freunden und Bekannten bei einer Schale Matchatee und genießen Sie Ruhepausen mit philosophischen Gesprächen. Letzten Endes geht es um die spirituelle Erfahrung zusammen mit dem Genuss von Matchatee.

Matcha Tee kalt zubereiten

Matcha kann man auch komplett kalt trinken, wodurch viele Inhaltsstoffe erhalten bleiben. Bei der kalten Zubereitung, kommt auch die wahre Qualität des grünen Pulvers zum Vorschein. Minderwertiges Pulver schmeckt kalt sehr Bitter und lässt kaum bis gar keinen Schaum entstehen.

Vor allem an heißen Sommertagen und als Sporterfrischung lohnt es sich Matchatee kalt zu genießen! Für Sportler ist kalter Matchatee ein Geheimtipp um Muskelkater vorzubeugen. Der Stoff EGCG-Catechin unterstützt den Muskelaufbau, schützt die Muskelfasern beim Krafttraining und bewahrt letztendlich die Muskeln vor oxidativen Schäden. Dieser Stoff verliert bei erhöhten Wassertemperaturen schnell seine Wirkung.

Die Zubereitung ist kinderleicht: Man kann den Matchatee wie gewohnt zubereiten und kalt werden lassen, bzw. ein paar ein paar Eiswürfel hinzugeben – und schon ist der Matcha-Eistee fertig! Wer allerdings nicht so viel Geduld hat und zudem 100 % von den Inhaltsstoffen profitieren möchte, kann den Matchatee auch mit kaltem Wasser zubereiten. Dafür rührt man wie gewohnt das Pulver solange mit einer kleinen Menge an Wasser an, bis eine klumpenfreie Crème entstanden ist. Anschließend füllt man die Schale mit kaltem Wasser auf und rührt die Mischung wie gewohnt mit dem Chasen um. Im Vergleich zur traditionellen Zubereitung von warmem Matchatee schäumt der Tee mit kaltem Wasser etwas weniger, die Schaumkrone ist nicht so ergiebig. Außerdem ist der Geschmack viel intensiver. Je nach gewünschter Stärke kann man deshalb auch etwas weniger Matcha Pulver verwenden (normalerweise 100 ml für 1 g Matcha!). Auch auf die Marke sollte man bei kaltem Matchatee achten: Viele günstige Hersteller schmecken in der kalten Zubereitung oft sehr bitter.

Matcha ohne Besen zubereiten

Keinen Besen zur Hand? Zwar ist der Chasen, auch als japanischer Bambusbesen bekannt, das beste Tool um den perfekten klümpchenfreien Tee inklusive Schaumkrone zuzubereiten, allerdings gehört der Chasen nicht zu jeder Küchenausstattung! Hier finden Sie ein paar nützliche Alternativen mit denen Sie den Matchatee ebenso zubereiten können!

Schneebesen
Einen Schneebesen hat jeder im Haushalt und die Zubereitung erfolgt genauso wie beim Chasen: Einfach wie gewohnt eine kleine Menge Wasser mit dem Matcha Pulver verrühren und das Wasser aufgießen. Nun die Menge in W-Form solange verrühren, bis eine Schaumkrone entsteht!

Milchaufschäumer
Die Milchschaumliebhaber unter Ihnen haben bestimmt auch einen Milchaufschäumer in der Küche versteckt. Dieser eignet sich ebenfalls hervorragend um Matchatee zuzubereiten. Die Anwendung unterscheidet sich kaum von der traditionellen Zubereitung: Das Pulver mit ein bisschen Wasser so lange verrühren, bis keine Klumpen mehr vorhanden sind. Anschließend einfach mit Wasser aufgießen, den Milchaufschäumer in der Mitte der Schale platzieren und so lange schäumen, bis eine Schaumkrone entsteht.

Mixer
Nicht nur für Smoothies und leckere Shakes ist ein Mixer eine große Hilfe: Auch für die Zubereitung von Matchatee eignet sich ein Mixer ausgezeichnet. Es ist kinderleicht: Einfach wie gewohnt das Matcha Pulver mit einer kleinen Menge Wasser anrühren und anschließend die Crème zusammen mit einem Glas Wasser in den Mixer geben. Nun 1-2 Minuten mixen lassen und voila: Fertig ist der Matchatee mit Schaumkrone!

Rührgerät
Auch ein Rührgerät ist ein idealer Helfer um Matchatee zuzubereiten. Dafür mischt man das Matcha Pulver einfach mit einer kleinen Menge Wasser und rührt die Mischung zu einer klumpenfreien Creme an. Anschließend kann man diese Crème mit Wasser mischen und mit dem Rührgerät so lange rühren, bis eine Schaumkrone entstanden ist. Fertig ist der Gaumenschmaus!

Über kurz oder lang empfiehlt sich jedoch die Anschaffung eines Chasen. Keine Alternative kann dem mit einem Bambusbesen zubereiteten Matchatee das Wasser reichen. Die Japaner haben sich bei der Entwicklung definitiv etwas dabei gedacht – Probiere es aus!