Teebaumöl | Melaleuca antifolia

Teebaumöl ist mit seiner Wirkung bei Pickel, Akne und Warzen ein sehr beliebtes Hausmittel. Die richtige Anwendung auf der Haut ist dabei denkbar einfach.

Teebaumöl ist ein Alleskönner mit vielseitigen Einsatzmöglichkeiten. Das unscheinbare Öl, das aus der Rinde des australischen Teebaumes (Melaleuca alternifolia) gewonnen wird, hat eine Vielzahl an positiven Wirkungen gegen alltägliche Wehwehchen, Hautkrankheiten, Schönheitsflecken, Ungeziefer und vieles mehr.

Es wurde schon vor über 1000 Jahren von den einheimischen Aborigines in Australien zur Wundheilung und als Mittel gegen Übelkeit eingesetzt, was um das Jahr 1770 die Aufmerksamkeit von Dr. Joseph Banks und Cpt. James Cook auf sich zog.

Diese waren von der Wirkung fasziniert und schrieben die ersten Aufzeichnungen. Cpt. James Cook kochte sich aus den Blättern öfters einen Tee, was dem Melaleuca alternifolia Baum bis heute den Namen “Teebaum” verleiht. Heute wird das Teebaumöl als Ätherisches Öl verkauft, welches durch Wasserdampfdestillation aus den Blättern gewonnen wird. Das Öl ist um ein vielfaches stärker als der Blättertee und sollte mit Vorsicht dosiert werden. In den meisten Studien wird Teebaumöl maximal in einer Konzentration von 5 % verwendet.

In manchen Studien waren sogar Konzentrationen unter einem Prozent äußerst wirksam. Auch wenn es 100 % natürlich ist, sollte es auf keinen Fall mit einem leichten oder wirkungslosen Mittel verwechselt werden.

Top 12 Anwendungstipps für Teebaumöl

  • Bei Akne und Pickel einfach 10 ml Trägeröl (z. B. Jojobaöl) mit 2-3 Tropfen Teebaumöl vermischen und auf die betroffenen Stellen auftragen.

  • Bei kleineren Kratzern und Wunden, kann man 2 - 5 Tropfen Teebaumöl mit etwas Kokosöl vermischen und auf die Wunde auftragen.

  • Gegen Fußpilz 10 - 20 Tropfen Teebaumöl mit Sahne (die Sahne dient hier als Emulgator) und 3-4 Liter heißem Wasser mischen und die Füße 2x täglich für 10 Minuten darin baden.

  • Warzen sind hartnäckig und die Heilung dauert Monate. Dennoch kann Teebaumöl helfen. Dafür 2x täglich einen Tropfen Teebaumöl direkt auf die Warze geben und diese anschließend abkleben.

  • Parasiten wie die Demodex Hautmilbe können mit 1-2 Tropfen auf 1 Teelöffel Trägeröl effektiv bekämpft werden. Zum Auftragen am besten ein Wattestäbchen verwenden.

  • Gegen Mundgeruch 1-2 Tropfen auf die Zahnpasta oder 3-5 Tropfen mit 100 ml Wasser mischen und kräftig gurgeln.

  • Gegen Zahnfleischentzündung kann man die Zähne regelmäßig mit 1-2 Tropfen Teebaumöl putzen. Die Schwellung des Zahnfleisch tritt dadurch viel seltener auf.

  • Auf einen Insektenstich kann man einen Tropfen Teebaumöl geben. Dies hilft die Schwellung und den Juckreiz zu lindern.

  • Schuppen oder juckende Kopfhaut kann durch ein paar Tropfen Teebaumöl im Shampoo deutlich reduziert werden.

  • Apthen können via Wattestäbchen mit Teebaumöl betupft werden, was den Schmerz lindert und die Heilung beschleunigt. Mundspülungen und das Zähneputzen mit Teebaumöl lassen sie gar nicht erst entstehen.

  • Als Duftöl wirkt Teebaumöl stabilisierend und konzentrationsfördernd. Aromatherapeuten verwenden es gegen Angstzustände und emotionale Unausgeglichenheit. Dazu kann man einfach am Fläschchen riechen oder 10 - 20 Tropfen in einen Diffusor geben.

  • Als Aftershave kann es in Kombination mit Jojobaöl die Haut beruhigen, etwaige Verletzungen desinfizieren und der Entstehung von Pickeln vorbeugen. Auf 10 ml Jojobaöl 4-5 Tropfen Teebaumöl geben und direkt nach der Rasur auftragen.
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Teebaumöl - Wirkung und chemische Zusammensetzung

Reines Teebaumöl enthält über 100 chemisch aktive Stoffe, doch hauptsächlich Monoterpene, Monoterpenole (z. B. Terpinen-4-ol) und Monoterpenoide (z. B. 1-8-Cineol). Alle Inhaltsstoffe wirken stark antibakteriell, wobei es auf die Kombination und das Zusammenspiel der einzelnen Stoffe ankommt.

So hat reines Terpinen-4-ol eine geringere antibakterielle Wirkung als Teebaumöl selbst. Tatsächlich sind bis heute nicht alle Wirkstoffe und deren Wechselwirkungen komplett untersucht. Dennoch gehört Teebaumöl zu den meist-untersuchten ätherischen Ölen der Welt und Forscher arbeiten ständig daran, die Wirkung des Teebaumöls besser zu verstehen. Dies ist nicht weiter verwunderlich, denn das Teebaumöl hat bisher beachtliche Ergebnisse geliefert.

Wirkung gegen multiresistente Bakterien

Krankheitserreger haben die Fähigkeit, gegen Antibiotika Resistenzen zu bilden, was direkt an die nächste Generation der Erreger weitergegeben wird. Über eine längere Zeit können so Bakterien entstehen, die Resistenzen gegen mehrere Antibiotika entwickelt haben. Ein bekanntes Beispiel eines solchen multiresistenten Erregers ist der sog. Staphylococcus aureus (MRSA). Genau gegen diesen Erreger wurde das Teebaumöl schon mehrfach getestet.

Dabei wurde die effektive Wirkung nicht nur im Labor nachgewiesen (1), sondern auch an Patienten (2), die eine äußere MRSA-Infektion hatten. Das Faszinierende dabei ist, dass der Erreger keine Resistenz gegen das Teebaumöl entwickelt (3). Warum das so ist, ist leider noch nicht ausreichend untersucht.

Wirkung gegen Krebszellen

Dank der hervorragenden Wirkung gegen MRSA und andere Erreger, wurde Teebaumöl auch an Krebszellen getestet. In einer aktuellen Studie vom Juli 2018 (4), untersuchten einige Wissenschaftler an der Federal University of Santa Maria in Brasilien, die Wirkung des Teebaumöls auf Brustkrebszellen. Schon 300 μg Teebaumöl per ml konnten menschliche sowie tierische Krebszellen in ihrer Überlebensfähigkeit und Reproduktionsfähigkeit stark einschränken.

Gleichzeitig wurden mononukleäre Zellen des peripheren Blutes (PBMC) sowie Fibroblasten nicht vom Teebaumöl angegriffen, was vereinfacht gesagt bedeutet, dass Teebaumöl Krebszellen angreift, aber auf gesunde Zellen keinen zytotoxischen Effekt hat. Die Studie gibt damit mögliche Perspektiven, für die äußere Behandlung von Brustkrebs. Für eine sichere Anwendung sind noch weitere Untersuchungen nötig.

Auch in anderen Studien konnte sich das Teebaumöl gegen Krebszellen durchsetzen. An der University of Tsukuba, Japan wurde 2017 extrahiertes Terpinen-4-ol gegen Darmkrebszellen von Mäusen getestet (5). Das Terpinen-4-ol konnte bereits bestehende Krebszellen abtöten und ein weiteres Wachstum verhindern. Welche genauen Wirkmechanismen dafür verantwortlich sind, ist bisher unklar. In Israel an der Tel Aviv University, wurde ein Jahr zuvor ebenfalls extrahiertes Terpinen-4-ol an menschlichen Darmkrebszellen getestet (6), mit ähnlich großen Erfolgen.

Die ersten 3 Studien (7), (8), (9) stammen aus Australien (2010 - 2012), an denen das Teebaumöl an tumorkranken Mäusen getestet wurde. In allen 3 Studien war das Ergebnis äußerst positiv und die zuständigen Wissenschaftler sind überzeugt, dass Teebaumöl in Zukunft bei der äußeren Behandlung von Krebs, eine wichtige Rolle spielen könnte. Bis dahin sind allerdings noch weitere Untersuchungen nötig.

Wirkung gegen Hautpilze

Teebaumöl wirkt nicht nur gegen Bakterien sondern auch gegen Pilzinfektionen, die an den Füßen, im Mund oder im Genitalbereich vorkommen können. Eine Pilzinfektion kann äußerst unangenehm und langwierig sein, da auch Pilze gegen gängige Antimykotika Resistenzen bilden können. Dass Teebaumöl gegen reguläre Pilze wie den Malassezia furfur (10) und Candida Albicans (11), (12), (13) effektiv wirkt, konnte bereits bestätigt werden. Doch auch bei sehr hartnäckigen Formen des Candida Albicans, die gegen gängige Antimykotika wie Fluconazol oder Antibiotika resistent sind, ist Teebaumöl ein effektives Mittel.

In einer polnischen Studie von 2015 konnte Teebaumöl in einer geringen Konzentration von 0.06 % bis 0.5 %, bei Fluconazol-resistenten Candida Albicans eine effektive Wirkung zeigen (14). In einer weiteren Studie (2017), waren 0.12 % - 2 % Teebaumöl in der Lage, antibiotika-resistente Candida Pilze abzutöten, mit Ausnahme des Candida tropicalis, welcher eine Dosis von 8 % benötigte (15). In einer Italienischen Studie von 2015 wurde die Wirksamkeit von Teebaumöl-Zäpfchen gegen candida-bedingten Vaginalpilz getestet (16). Bereits 4 % Teebaumöl war ausreichend, um den Pilz effektiv zu bekämpfen. Wichtig: Teebaumöl sollte man auf keinen Fall im Genitalbereich anwenden, ohne vorher mit einem Arzt gesprochen zu haben.

Nebenwirkungen und Vorsichtsmaßnahmen

Teebaumöl kann bei falscher Dosierung allergische Reaktionen, Hautjucken, Rötungen und bei Jugendlichen eine Gynäkomastie (Männerbrust) hervorrufen (17). Teebaumöl sollte deshalb sehr vorsichtig dosiert und auf keinen Fall für Kinder unter 3 Jahren verwendet werden. In der Regel ist eine Konzentration von 1 % - 2 % ausreichend, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung sollte man das Teebaumöl niemals in einer Konzentration höher als 1 % verwenden, um Nebenwirkungen auszuschließen (18). Das Öl sollte auch in einer geringen Dosierung nicht in die Augen geraten.

Teebaumöl darf niemals innerlich angewendet werden, da es zu einer Vergiftung führen kann. Schon ein Teelöffel kann bei Kindern oder schwachen Menschen Vergiftungssymptome hervorrufen. In diesem Fall sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen und ihn über die Einnahme des Teebaumöls informieren.

Für Katzen ist Teebaumöl komplett tabu, denn diese reagieren bei der geringsten Dosis mit massiven Vergiftungserscheinungen (19). Es reicht, wenn sie mit der Zunge äußerlich aufgetragenes Teebaumöl einnehmen. Das Tier fängt an zu zittern und entwickelt ein atypisches Verhalten. In diesem Fall sollten Sie unbedingt einen Tierarzt aufsuchen.

Qualitätsmerkmale

Es ist äußerst wichtig, 100 % reines und qualitativ hochwertiges Teebaumöl zu verwenden. Minderwertiges, oxidiertes oder gar absichtlich verfälschtes Teebaumöl ist nicht nur in seiner Wirkung eingeschränkt, sondern verursacht mit höherer Wahrscheinlichkeit Nebenwirkungen wie allergische Reaktionen bzw. Rötungen auf der Haut. Auch in Europa ist man vor vorsätzlich verfälschten Teebaumölen nicht sicher. So ergab eine Untersuchung von Dr. Esra Bejar (2016), dass über ein Drittel der angebotenen Teebaumöle entweder mit günstigen Eukalyptusölen oder anderen chemischen Zusätzen verunreinigt waren (20). Für den Kunden ist dies kaum ersichtlich, da es nur durch einen Labortest überprüft werden kann. Dennoch gibt es einige Hinweise, die man beim Kauf beachten sollte.

ISO 4730:2017

Aufgrund der weltweit zunehmenden Verunreinigungen wurde der ISO-Standard 4730 ins Leben gerufen. Dieser definiert die 15 wichtigsten Bestandteile des Teebaumöls, welche in einem bestimmten Mengenverhältnis vorkommen müssen (21). Dies wird im Labor durch eine Chirale Chromatographie geprüft, welche Auskunft über die genaue Zusammensetzung des Teebaumöls gibt. Der ISO-Standard 4730 ist relativ streng, so dass auch unverfälschte, aber minderwertige Produkte in der Regel ausgeschlossen sind. Es ist deshalb der beste Indikator, für ein hochwertiges und reines Produkt. Teebaumöle mit ISO 4730:2017 können Sie also bedenkenlos kaufen.

Herkunftsland

Das Herkunftsland ist beim Teebaumöl äußerst wichtig. In der Regel ist es empfehlenswert, sich auf Produkte aus Australien oder Neuseeland zu beschränken. Diese Länder haben neben relativ strengen Richtlinien für Anbau und Verarbeitung, auf das meiste Know-how bei der Produktion und Lagerung. Teebaumöl aus China sollte man meiden, da dort mehr Teebaumöl exportiert wird, als produziert werden kann (22). Dies kann nur durch das beimischen von z. B. günstigerem Eukalyptusöl erreicht werden.

Haltbarkeit & Verpackung

Sauerstoff, Hitze und Licht lassen das Teebaumöl oxidieren, was chemische Nebenprodukte erzeugt, die hauptsächlich für allergische Reaktionen oder andere Nebenwirkungen verantwortlich sind (23). Deshalb sollte Teebaumöl maximal 3 Jahre alt sein und nur in einer geschützten Verpackung gelagert werden. Ideal ist hierfür eine Violettglasflasche, die effektiver vor Sonnenlicht schützt als reguläres Braunglas.

Geruch

Der Geruch von Teebaumöl ist sehr intensiv und natürlich auch stark vom Geschmack des Anwenders abhängig. Erfahrene Anwender können den Unterschied zwischen einem hochwertigen und frischen Teebaumöl am Geruch erkennen. Hochwertiges Teebaumöl hat einen relativ sanften und angenehmen Geruch, im Vergleich zu alten Ölen. Wenn der Geruch stark terpinenartig oder beißend ist, kann das ein Indikator für eine mindere Qualität sein. Bleibt der Terpinen-Geruch jedoch ganz aus, ist dies ein Indikator, dass andere ätherische Öle hinzugefügt wurden. Um eine gute Referenz zu haben, sollte man mit einem ISO 4730:2017 zertifizierten Öl beginnen.

Wo kaufen?

Gutes Teebaumöl kann man online bei Amazon oder lokal bei der Apotheke bestellen. Eines der wenigen Teebaumöle, dass eine ISO 4730:2017 Zertifizierung besitzt, ist das Ysamin Teebaumöl.

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