Spirulina Qualitätsunterschiede

Die Qualität bei Spirulina-Algen kann sehr schwanken. Das hat nicht nur mit den oben erwähnten Nährstoffgehalten zu tun. Vielmehr können bei der Züchtung der Algen „Fehler“ passieren, die zu großen Unterschieden in der Qualität führen.

Einerseits wird die Spirulina Alge als hochwertiges Naturprodukt gepriesen, andererseits wird vor der Einnahme von Spirulina aber auch gewarnt. Als Verbraucher ist man daher verunsichert. Man kann sich als Laie kaum selber ein Bild von der Algenqualität machen.

Hinweise darauf, man solle sich von einer tiefgrünen Farbe oder einem öligen Geruch überzeugen, sind sehr vage und man müsste auch Experte sein, um hieraus konkrete Schlüsse ziehen zu können. Deshalb ist es ratsam, sich beim Kauf von Algen gründlich über die Herkunft und den Herstellungsprozess zu informieren.

Worauf man achten kann

  • Viele Hersteller veröffentlichen Analysen. Aus diesen sollte eine Untersuchung der Inhaltsstoffe hervorgehen sowie die Überprüfung auf Verunreinigungen - z.B. durch Bakterien, Schwermetalle oder Amöben.

  • Ein Blick auf die Verpackung kann Aufschluss geben zur Herkunft der Algen und wer der Produzent ist. Hierzu könnte man dann ggf. recherchieren und sich zumindest ein grobes Bild machen. Angaben wie „deutsche Pharmapressung“ sagen nichts über die Herkunft aus. Damit ist lediglich gemeint, wo die Algen in Deutschland zu Tabletten oder Pulver verarbeitet wurden.

  • Ganz wichtig ist es, darauf zu achten, dass das Algenprodukt keinerlei Zusatzstoffe enthält. Anbieter dieser Algen werden in der Regel von selbst darauf hinweisen. Denn generell gilt: Je transparenter die Angaben der Produzenten sind, umso vertrauenswürdiger ist das Produkt. Manche Hersteller haben auch einen Kundenservice, der Fragen gerne beantwortet.

  • Ein weiterer Hinweis kann auch der Preis sein. Algen, die besonders billig angeboten werden, müssen nicht zwangsläufig schlecht sein. Stößt man aber auf ein vermeintliches „Schnäppchen“, ist grundsätzlich Vorsicht geboten. Qualitätsprodukte durchlaufen viele Prozesse und Kontrollen und haben daher einfach ihren Preis.

  • Bei der Verarbeitung der Algen-Biomasse zu Tabletten, Presslingen bzw. Pulver sollten möglichst keine Hilfsstoffe verwendet werden. Anbieter von qualitativ hochwertigen Spirulina Algen weisen normalerweise von selbst auf diesen Umstand hin.

  • Möchte man auf Nummer sicher gehen, reine Produkte zu erhalten, kauft man Spirulina am besten in der Apotheke. Hier sind die Preise zwar höher als z.B. in Online Shops, dafür erhält man aber ein Produkt, welches streng geprüft wurde. Algen aus Apotheken werden nicht in Teichen gezüchtet, sondern nur im künstlichen Glasröhrensystem in Gewächshäusern. Hier ist die Gefahr von Verunreinigungen wesentlich geringer.

Ist ein Bio-Zertifikat bei Spirulina aussagekräftig?

Spirulina Algen, die mit Bio-Zertifikaten beworben werden, wachsen immer in offenem Gewässer. Für Algen, die im Röhrensystem in Gewächshäusern gezüchtet werden, gibt es in Europa nämlich noch gar keine Bio-Zertifizierung. Wer also Bio-Algen kauft, muss sich bewusst sein, dass diese Algen fast alle aus offenen Gewässern aus dem asiatischen Raum stammen. Bio-geprüfte Algen werden streng kontrolliert, können aber trotzdem Verunreinigungen enthalten, da die Kontrolle der Hersteller in den Herkunftsländern nicht immer lückenlos ist.

Belastung und Verunreinigungen

Traditionell werden Spirulina Algen in offenem Gewässer gezüchtet. Bei dieser Kultivierungsart können Stoffe in die Algen gelangen, die dort nicht hineingehören und diese mit Substanzen verunreinigen, welche nicht nur nutzlos, sondern sogar gesundheitsschädigend sein können. Der gesundheitsfördernde Effekt kann sich dann schnell ins Gegenteil umkehren.

Bei Untersuchungen wurden in manchen Spirulina Algen Verunreinigungen in Form von Microcystinen gefunden. Dies sind Giftstoffe, die aus anderen Algen der Familie der Cyanobakterien stammen. Diese Algen wachsen zusätzlich bei unsachgemäßer Kultivierung von Spirulina und können dann in den Spirulina Algen selbst Schaden anrichten, weil sie sich miteinander verbinden. Microcystine können giftig wirken wie Knollenblätterpilze und die Leber oder Nieren dauerhaft schädigen.

Außerdem enthalten manche Spirulina Algen Schwermetalle, weil sie in verschmutzten Gewässern gezüchtet werden. Konsumiert man solche verunreinigten Algen, verkehrt sich der erwartete Effekt ins Gegenteil. Anstatt seinen Körper von Schwermetallen zu entgiften, führt man sich die Giftstoffe erst recht zu. Anzeichen für verunreinigte Algen sind meistens Übelkeit, Durchfall oder Unwohlsein. Um dies zu vermeiden, sollte man nur Algen zu kaufen, die Qualitätskontrollen durchlaufen und umfassend analysiert werden.

Die zweite Methode der Algenkultivierung ist weniger anfällig für Verunreinigungen. Bei der künstlichen Züchtung im Glasröhrensystem handelt es sich um geschlossene Monokulturen. In großen Gewächshäusern werden hierfür kilometerlange Glasröhren installiert, in denen Spirulina Algen 10 bis 12 Tage bis zur Ernte wachsen. Da das Röhrensystem in sich geschlossen ist, können Verunreinigungen ausgeschlossen werden. Fremde Algenarten, Schwermetalle, Amöben oder Pilze können in dieses System nicht hineingelangen. Verunreinigungen könnten hier nur durch das Leitungswasser entstehen. Saubere Spirulina Algen ohne jegliche Verunreinigungen aus dem Glasröhrensystem sind in der Regel auch die Algen, welche in Apotheken verkauft werden.

Herkunftsländer

In der Natur kommen Spirulina Algen in stark alkalischen flachen Salzseen vor. Dort liegt der pH-Wert zwischen 9 und 11 und die Lufttemperatur beträgt zwischen 25 und 40 Grad. Diese Bedingungen findet man in bestimmten Regionen in Mittelamerika, Afrika, Südostasien und Australien.

Industriell gezüchtet wird Spirulina heute in Chile, Australien, Kalifornien und auf Hawaii. Der größte Teil der Hersteller produziert Spirulina Algen allerdings in Asien wie China, Thailand oder Indien.

Algen, die aus dem geschlossenem Glasröhrensystem stammen, können im Grunde überall gedeihen. Auch in Deutschland und Österreich befinden sich große Produktionsanlagen für Spirulina. Die Glasröhren stehen in Gewächshäusern, in welchen die natürlichen Wachstumsbedingungen künstlich erzeugt werden. Hier können Temperetaur und nötige Sonneneinstrahlung künstlich gesteuert werden.

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